Bilanzsumme erstmals über 400 Millionen Euro

Erfolgreiche Bilanz der Raiffeisenbank - Aufsichtsratsvorsitzender Zieglmaier verabschiedet

Pfeffenhausen. Eine äußerst erfolgreiche Bilanz zogen Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Pfeffenhausen-Rottenburg-Wildenberg. In allen Bereichen konnten Steigerungen erzielt werden. Die Bilanzsumme ist auf über 405 Millionen angestiegen, die Kundengelder stiegen im zweistelligen Prozentbereich und die Bank bietet 112 Mitarbeitern Arbeit. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Emil Zieglmaier war es der letzte Auftritt. Er wurde nach 27 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.

In seinem Grußwort ging Bürgermeister Karl Scharf auf das vielfältige Wirken der Raiffeisenbank Pfeffenhausen-Rottenburg-Wildenberg ein, dieses zeige sich nicht nur im umfassenden Bankangebot und im Warengeschäft, sondern die Bank sei auch ein verlässlicher Partner der Gemeinden.

Vorstandsvorsitzender Gottfried Kneißl gab den Bericht über das Geschäftsjahr 2016 ab. Der Bericht ließe sich auf die drei Buchstaben NDR reduzieren. Die Buchstaben stünden für Niedrigzins, Digitalisierung und Regulatorik. Mit einem Beispiel verdeutlichte er es. "Jemand knackt den Lottojackpot und gewinnt zehn Millionen Euro, so denkt sich die Hausbank, hoffentlich überweist er es nicht an uns, denn wenn sie es bekommt, zahlt die Bank ab dem ersten Euro 0,4 Prozent Strafzins, den wir wie bisher nicht an die Kunden weitergeben. Dies wären im Jahr 40000 Euro, das mache ungefähr 0,5 Prozent weniger Dividende für die Mitglieder." Kneißl fasste aber zusammen: "Wir verlangen auch in Zukunft keine Negativzinsen von unseren Kunden." Die Raiffeisenbank setze weiter auf persönliche Beratung. Allerdings erledigen, insbesondere junge Kunden Vieles bereits online per Smartphone und kommen vielleicht nur noch einmal im Jahr zur Bank. Darauf habe sich die Bank einzustellen, denn "wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit". Deshalb  wurden die digitalen Angebote enorm ausgeweitet. Das werde einer der Schwerpunkte der nächsten Jahre. Wenn die Kundenfrequenz kontinuierlich sinke, seien Zusammenlegungen wie im letzten Jahr in Neuhausen und Weihmichl unabdingbar. Mit acht Geschäftsstellen besitze die Raiffeisenbank immer noch das dichteste Geschäftsstellennetz im nördlichen Landkreis. Sein Lieblingsthema sei die Regulatorik. Landwirte wüssten, was es heiße, umzusetzen, was in Brüssel entschieden wird. Aber was derzeit auf die kleinen Raiffeisenbanken zukomme sei immens.

Vorstandsvorsitzender Gottfried Kneißl erläuterte die Bilanz

Weiter berichtete Kneißl über die Eckdaten der Bank. 112 Mitarbeiter in Bank und Ware, davon drei Auszubildende sind in acht Geschäftsstellen. 31.000 Euro Spenden wurden an Schulen, Kirchen, Vereine und soziale Einrichtungen verteilt. Knapp eine halbe Million wurde an Gewerbesteuer bezahlt. Die Bilanzsumme sei auf über 405 Millionen Euro gestiegen. Das Kundenanlagevolumen sei um über acht Prozent gesteigert worden, dies sei Beweis der Kunden in die Sicherheit und Beratungsqualität der Raiffeisenbank Pfeffenhausen. Kneißl betonte die gute Zusammenarbeit mit den genossenschaftlichen Verbundpartnern.

Zum Warengeschäft führte er aus, dass der Umsatz 14,2 Millionen Euro betrug, in etwa wie im Vorjahr. Abschließend bedankte sich der Vorstandsvorsitzende bei allen Kunden, den Kommunen, den Vereinen und Verbänden sowie bei allen Mitarbeitern.

 

Aufsichtsratsvorsitzender Emil Zieglmaier erklärte, dass der vollständige Jahresabschluss vom Bayerischen Genossenschaftsverband mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen sei und der Lagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Genossenschaft gebe und die Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung zutreffend darstelle. Die entsprechenden Beschlussfassungen zur Bekanntgabe des Prüfungsberichtes, der Feststellung des Jahresabschlusses und der Verwendung des Jahresüberschusses sowie die Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden einstimmig durch die Versammlung genehmigt.

Für die Wahlen zum Aufsichtsrat stellten sich die bisherigen Aufsichtsräte Franz Geiger (Rottenburg) und Johann Hermann (Wildenberg) wieder zur Verfügung und wurden einstimmig gewählt.

Franz Penker, Regionaldirektor des Genossenschaftsverbandes Bayern, überbrachte die Grüße des Verbandes. Nach 27 Jahren im Aufsichtsgremium der Bank könne er nun den Aufsichtsratsvorsitzenden Emil Zieglmaier verabschieden. Zieglmaier sei 1990 in der Raiffeisenbank Hohenthann-Hebramsdorf gewählt worden. 1991 kam er in den Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Rottenburg-Hohenthann. Hier wurde er 1999 Vorsitzender. Nach der Fusion mit Pfeffenhausen wurde er 2003 wieder Vorsitzender und ist es geblieben. Schließlich kam noch die Fusion mit Wildenberg. Penker führte weiter aus, dass Emil Zieglmaier seine ehrenvolle Aufgabe immer sehr ernst genommen habe - mit gesundem Menschenverstand und fundierter Sachkunde. In Würdigung der langjährigen Verdienste überreichte der Regionaldirektor die höchste Auszeichnung des bayerischen Genossenschaftsverbandes, die Ehrenadel in Silber mit Ehrenurkunde.

Der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Emil Zieglmaier (4.v.r.) mit Gattin, Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Pfeffenhausen-Rottenburg-Wildenberg eG

Für seine beiden Vorstandskollegen Jürgen Buhlmann und Marco Rebl, für den Aufsichtsrat und für alle Mitarbeiter bedankte sich Vorstandsvorsitzender Gottfried Kneißl mit persönlichen Worten bei Emil Zieglmaier. 27 Jahre lang, acht Sitzungen im Jahr, das sind 216 Abende, keine Sitzung gefehlt, dies zeige in wenigen Zahlen die Verbundenheit zur Raiffeisenbank. In seiner Amtszeit seien das Bankgebäude in Rottenburg entstanden, der Um- und Anbau der Geschäftsstelle Pfeffenhausen, die Renovierung der Geschäftsstellen Obersüßbach, Niederhornbach und Weihmichl, die Siloerneuerungen im Warenlager Hebramsdorf und Pfeffenhausen sowie die Erweiterung des Warenfuhrparks erfolgt. Als Dankeschön überreichte er einen Reisegutschein. Mit einem Abendessen endete die Versammlung.