Die Bank vor Ort als Partner

Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank - Stärkung des Eigenkapitals

Rottenburger Zeitung vom 15.06.2019

Rottenburg/Pfeffenhausen. Eine gute Beteiligung erfuhr die Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank Pfeffenhausen-Rottenburg-Wildenberg eG im Volkfestzelt Krämmer in Pfeffenhausen. Vorstandsvorsitzender Gottfried Kneißl betonte, wie wichtig die vielen kleinen Standorte der Volks- und Raiffeisenbanken seien: nicht nur für Bankgeschäfte der Kunden, sondern auch als Arbeitgeber, Gewerbesteuerzahler und Unterstützer von Vereinen.

In seinem Grußwort ging Pfeffenhausens Bürgermeister Karl Scharf auf das vielfältige Wirken der Raiffeisenbank Pfeffenhausen-Rottenburg-Wildenberg eG ein, dieses zeige sich nicht nur im umfassenden Bankangebot und im Warengeschäft, sondern die Bank sei auch ein verlässlicher Partner der Gemeinden. Den Bericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2018 übernahm Vorstandsvorsitzender Gottfried Kneißl auch für seine Kollegen Jürgen Buhlmann und Marco Rebl.

Kritik an Haltung der Europäischen Zentralbank

In seiner Rede stellte Kneißl dar, dass die Europäische Zentralbank (EZB) und auch die Bundesbank proklamieren, es gäbe in Deutschland zu viele Banken und für die Banken insgesamt zu wenig Erträge. Mit zu wenig Ertrag seien wohl Deutsche Bank und Commerzbank gemeint und mit zu vielen Banken die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken.

Was wäre aber, fragt Kneißl, wenn es im Landkreis keine Sparkassen und keine Volks- und Raiffeisenbanken mehr gäbe - die nächste Bankgeschäftsstelle wäre dann mindestens 25 Kilometer entfernt. Weiter fragte er, wer dann für etwa 1.000 Menschen in der Region Arbeitgeber, zuverlässiger Gewerbesteuerzahler für die Gemeinden, Unterstützer für Vereine, Kindergärten, Schulen, Sozialstationen und Büchereien wäre; sicher nicht die Großbanken.

In 13 Lagerstandorten 90 Mitarbeiter beschäftigt

Zum Warengeschäft führte der Vorstandsvorsitzende aus, dass seit 1. Juli 2018 eine gemeinsame Raiffeisen Waren GmbH Hallertau-Jura tätig sei, der sich Anfang Januar 2019 auch die Lagerhäuser der Raiffeisenbank Essenbach angeschlossen haben.

Derzeit sind in den 13 Lagerstandorten 90 Mitarbeiter tätig. Am neuen Standort Dürnhart, zwischen Siegenburg und Abensberg, sei am Sonntag von 12 bis 17 Uhr Tag der offenen Tür mit vielen Attraktionen.

Weiter führte er aus, dass die Kosten der Regulatorik und die Niedrigzinsen dazu führen werden, dass die Ergebnisse, ähnlich wie bei allen anderen Banken, weiter zurückgehen werden, aber die Raiffeisenbank auf einem guten Fundament stehe. Knapp 15.000 Kunden werden derzeit betreut, wovon 5.298 Personen Mitglieder seien. Rund 40.000 Euro wurden als Spenden an Schulen, Kirchen, Vereine und soziale Einrichtungen verteilt. Die Bilanzsumme sei, wie auch die Kundengelder, um über sechs Prozent gesteigert worden.

Vertrauen in Sicherheit und Beratungsqualität

Die Ausleihungen seien um 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, der Landesschnitt liege bei 6,2 Prozent. Dies sei ein Beweis des Vertrauens der Kunden in die Sicherheit und Beratungsqualität der Raiffeisenbank. Der Jahresüberschuss werde als Dividende an die Mitglieder ausgeschüttet und zur Stärkung der Rücklagen verwendet. Abschließend dankte Kneißl den Kunden, den Mitarbeitern, den Vereinen und Verbänden sowie den Kommunen und den Institutionen des genossenschaftlichen Verbundes für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Guten Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft

Aufsichtsratsvorsitzender Franz Gärtner berichtete über seine Tätigkeit und das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung. Dabei hob er die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft hervor. Die gesetzliche Prüfung sei ohne Beanstandungen abgeschlossen worden und der Vorstand habe die Genossenschaft ordnungsgemäß geleitet.

Vorstandsvorsitzender Kneißl führte im Anschluss die anstehenden Beschlussfassungen durch. Alle Abstimmungen der anwesenden Mitglieder wurden einstimmig gefasst: der Umfang der Bekanntgabe des Prüfungsberichtes, die Festlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018, die Verwendung des Jahresüberschusses 2018 sowie die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates.

Satzungsgemäß schieden zwei Aufsichtsräte aus, die sich zur Wiederwahl stellten. Maximilian Holzmayr und Andreas Satzl wurden von den Mitgliedern wieder einstimmig in den sechsköpfigen Aufsichtsrat gewählt.

Vorstandschaft und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Pfeffenhausen-Rottenburg-Wildenberg eG mit den wiedergewählten Mitgliedern Maximilian Holzmayr (3.v.l.) und Andreas Satzl (2.v.l)